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HARMFUL: Roh, ungeschliffen, wertvoll!

Harmful Harmful

20 Jahre Harmful! Mit diesem Album, pünktlich zum Geburtstag, wird wieder einmal deutlich, welche Größe und begeisternde Brachialität in ihnen steckt, wie groß die Lust auf künstlerisch wertvollen Krach ist, wie weit man gehen kann als Band, die zu einer höchst vitalen, lebendigen deutschen Institution geworden ist und welche fast zwei Jahrzehnte in ihrer Konstellation unverändert geblieben sind.

„Sick And Tired Of Being Sick And Tired“ lebt, atmet, drückt und fordert. Es ist beseelt von einer neuen positiven Aggressivität. Harmful hat sich neues Eigenblut eingespritzt, ihr Wesen in wenigen Tagen auf den Punkt gebracht. Im Interview mit Bassist Chris Aidonopoulos.

Der Opener eures Album heißt „Like A Dog“. In welchen Situationen habt ihr euch denn wie ein Hund gefühlt?

Oh, gute Frage. Ich kann da nur für mich sprechen. Eigentlich in keiner. Die Frage müssten wir mal Aren stellen. Ich frag ihn bei Gelegenheit.

Wenn du „Sick And Tired Of Being Sick And Tired“ mit den Vorgängern vergleichst, wo liegen Gemeinsamkeiten, wo die größten Unterschiede?

Die Gemeinsamkeiten liegen soweit erst mal klar auf der Hand. Aren und meine Wenigkeit. Wir hatten vor und auch nach dem Split mit unserem Drummer eine Vision, eine Perspektive vor Augen. Für uns war da zumindest das nächste Kapitel noch offen. Das war unsere größte Motivation. Das Kapitel wollten wir ausfüllen. Wir haben natürlich über all die Jahre unseren Stil geprägt und erweitert, ich denke das ist musikalisch auch nach wie vor zu hören. Die größten Unterschiede liegen hauptsächlich in der Herangehensweise. Wir haben uns gesagt, das wir es kurz machen, keine exzessiven Songwriting-Prozesse über Wochen, Monate mehr durchziehen. Wir wollten es einfach halten, impulsiv und energetisch. Den Kopf eher ausschalten als zuviel darüber nachzudenken. Es ist schließlich Rockmusik. Das muss in den Körper gehen und auch ins Herz. Das waren unsere Ziele. Einfach sehen was passiert, wenn man sich nicht alle Zeit der Welt lässt und in der Kürze der Zeit versucht ein Album zu machen. Dazu muss man auch sagen, dass wir auch wirklich nicht mehr Zeit hatten um das alles zu machen. Das lag einfach an der Verfügbarkeit von Flo als neuer Drummer. Er war damals sehr beschäftigt mit den Sportfreunden und auch mit seiner Buchveröffentlichung und ist es nach wie vor. Das ließ uns für die Proben und die Aufnahmen nur gewisse Zeitfenster zu. Das alles so reibungslos geklappt hat muss am Universum gelegen haben.

„Sick And Tired Of Being Sick And Tired“, ein Titel der einiges ausdrückt. Was nervt dich in der öffentlichen Wahrnehmung in Bezug auf Harmful eigentlich am meisten?

Den Titel ‚Sick And Tired…’ kann man natürlich sehr vielschichtig deuten aber Fakt ist, dass er bis jetzt bei vielen Leuten einfach gut ankommt. Aus verschiedenen Gründen. Für uns in der Band drückt der Titel aus, dass irgendwann der Punkt kommt an dem man sagen muss. „Stop. Es reicht. Jetzt wird einfach nur gemacht! Los jetzt!“. Alles was kontra geht zum Leben, zur Kreativität und Produktivität muss aufgelöst und in positives umgewandelt werden. Dieses ewige Jammern und Gehabe führt am Ende zu Nichts und es reicht auch sich das immer anzuhören oder selbst die Person zu sein die das pflegt. Enough is enough. Aus diesem Gedanken ist das neue Album entstanden. Ich denke es passt auch sehr gut in die aktuelle Zeit. Wenn man sich ansieht was so los ist auf der Welt, dann kann man ‚Sick And Tired…’ sehr gut als Statement dafür stehen lassen. An der Wahrnehmung von Harmful stört mich heute nichts wirklich, man hat sich an seine Situation gewöhnt und ist mit vielen Dingen aus der Vergangenheit auch im Einklang. Wir sind wie wir sind, wir möchten und wollen die Musik machen, die aus uns heraus kommt und nichts tun, mit dem wir uns unwohl fühlen. Das ist eine nicht unerhebliche Sache, das durchziehen zu können. Früher haben wir uns vielleicht von außen unterschätzt gefühlt, uns hat eine gewisse Kollegialität unter den Bands gefehlt, es hätten mehr Synergien geschaffen werden können, eine wirkliche Szene anstelle von Inseln, aber man kann nichts erzwingen. Wir haben im Laufe unserer Karriere und hinsichtlich unserer Bandgröße mit wirklich großen und talentierten Menschen und Persönlichkeiten zusammengearbeitet. Das ist in unseren Augen schon ein großes Zeichen des Respekts. Das kompensiert natürlich sehr viel von den anderen negativen Aspekten. Was sind wir für eine Band für die Menschen da draußen? Ich kann es auch nicht genau sagen. Ich könnte mir aber vorstellen dass unsere Fans bei Harmful von einer integren Band sprechen würden. Ich finde damit kann man gut leben.

Typisch für Harmful ist, dass ihr euch in eurem Spektrum stets weiterentwickelt. Hört ihr euch jedes Mal die vorherigen Alben an um genau die Stelle zu treffen, wo man den Hebel anzusetzen hat? Oder wie hat man sich die Herangehensweise vorzustellen?

Eigentlich tun wir das nicht. Ich zumindest nicht. Was bedeutet die Fertigstellung eines Albums? Für uns als Künstler heißt es dass man das eigene Werk gefühlte Tausendmal angehört, analysiert, verändert, verbessert und finalisiert hat. D.h. dass für uns jeder kreative Schritt ein Prozess in Richtung Zukunft bzw. nächstes Album ist. Das passiert intuitiv, unterbewusst. Für ‚Sick And Tired…’ war es von vorneherein klar dass wir nicht viel Zeit mit Songwriting und Recording verbringen wollten. Bei ‚Cause’ war das anders. Da schrieben Nico und ich zusammen über Monate schon an Songs. Erst dann kam Aren dazu. D.h. dass wir knapp ein ganzes Jahr nur mit Songwriting verbracht haben bis zu den Aufnahmen. Diese waren verglichen zum Songwriting sehr kurz, knappe zwei Wochen. Da hat man aber schon gemerkt dass die Frische der Songs nicht unbedingt erhalten bleibt. Was natürlich sehr schade ist. Eine Wiederholung für Album #9 war definitiv nicht vorgesehen. Also sind wir schon mit Abschluss von ‚Cause’ mehr oder weniger mit der Idee aus dem Studio gegangen. Dass das dann klappt, wenn es soweit ist, ist eine andere Geschichte.

Aren spricht gerne über Harmful vom musikalischen Selbsterhaltungstrieb. Kannst du uns den mal beschreiben?

Ich weiß nicht, was er damit genau meint. Darüber habe ich mit ihm nicht gesprochen. Muss ich nachholen. Ich würde das eher wie eine letzte Bastion verstehen. Harmful das ist unser Universum. Wir sind dort die Macher, unser Reich und wir sind die Könige. Da spricht uns niemand rein. Völlig frei von Einflüssen, die von außen kommen. Anhand der nun mehr 20 Jahre Harmful kann man davon sprechen, dass wir damit in der Szene überleben können. In unserem Rahmen natürlich, denn big sind wir ja auch nicht im Sinne von kommerziellem Erfolg. Aber getreu dem Motto ‚Survival Of The Fittest’ sind wir noch da, während andere das nicht mehr sind.

Eine entscheidende Neuerung bei „Sick And Tired Of Being Sick And Tired“ ist, dass Drummer Nico euch vor den Aufnahmen verlassen hat. Wie war in dem Moment eure Gefühlslage, nachdem man über 20 Jahre lang gemeinsame Sache gemacht hat?

Die ganze Geschichte war insgesamt betrachtet ein längerer Prozess, der sich schon früher angebahnt hat. Harmful war für Nico das einzig positive zum damaligen Zeitpunkt, sprich in den letzten ein, zwei Jahren. Irgendwann kam bei ihm aber der Punkt, dass die Band ihm mehr abverlangte als dass was er zurückbekam und leisten konnte oder wollte. Ich denke, dass sich seine Perspektive an diesem Punkt verändert hat. Wir waren somit nicht mehr auf eine Wellenlänge. Nach der letzten Show war dann auch Funkstille, die ‚Cause’ Phase war vorüber. Da hatte sich also vieles schon angestaut. Als es darum ging die Zukunft zu planen war keine Übereinstimmung mehr zu finden. So haben wir uns freundschaftlich getrennt. Für Aren und mich war irgendwie klar, dass es weiterging, nur nicht wie. Sicher waren wir enttäuscht, dass die 20 Jahre nicht mit ihm vollgemacht worden sind, aber so ist es nun mal. Die Dinge ändern sich und das ist auch gut so. Altes geht, Neues kommt. Das ist in der Natur ein ganz normaler Vorgang. Ich war schon enttäuscht und Harmful war und ist für mich eine persönliche zwischenmenschliche Angelegenheit. Ich fühle mich da verantwortlich, der Band und ihren Mitgliedern gegenüber. Das funktioniert für mich nicht anders. Die Zeit in der es noch offen war wie es weitergeht, war für mich wie ein Schwelbrand. Ich war froh, als der endlich aus war. D.h. es ging einem dann viel besser. Am Ende eine Entscheidung zu haben war, wie eine alte Tür zu schließen und eine neue zu öffnen.

Wenn man die Info auf eure Homepage liest, dann kann man meinen, dass Nico bereits zum Ende der letzten Tour mit einem Rücktritt munkelte. Sonst kann ich mir Aren’s Äußerung, „Der Typ passt, mit dem willst du mal eine Harmful-Platte machen“ zum ersten Treffen mit Flo Weber auf eurem Konzert in München nicht anders erklären. Wie war es damals?

Um ganz ehrlich zu sein, Nico stand nicht zum ersten Mal zur Debatte, das ist aber schon sehr lange her. Als Freunde und Gemeinschaft haben wir es immer hinbekommen. Wie in einer Familie. Da gilt es den Zusammenhalt zu stärken, egal wer wie stark oder wie schwach ist. Das war unser Credo. Ich weiß nicht was Nico für Gedanken hatte auf Tour. Aren und ich haben jedenfalls nicht über einen Split nachgedacht und auch nichts dahingehend geäußert, d.h. dass er da von nichts nicht beeinflusst wurde unsererseits. Uns fiel aber auf das eine Veränderung stattfand. Die Kommunikation auf Tour ließ immer mehr nach, eine Art Isolation folgte, nur notwendige Beteiligung am Tourleben und die Euphorie bei den Shows war spürbar kleiner. Ich denke dass ihm die Shows gegen Ende auch keinen richtigen Spaß mehr gemacht haben. Das hat man schon gemerkt und Nico’s persönliche Perspektive hat sich sicher da schon verändert gehabt. Eine, ohne Harmful. Das wir dann mit Flo jemanden fanden, den wir vorher auch schon ein paar Mal getroffen haben ist Zufall. Abgesehen davon lauern Hammer Drummer nicht in den Proberäumen der Nation und man muss sie nur rekrutieren. Das wäre schön, ist aber nicht so. Wir waren jedenfalls sehr glücklich als Flo uns sein Ja zur Band gegeben hat und wir somit nicht lange warten mussten, den nächsten Schritt machen zu können.

„Aber wer uns kennt, der weiß, dass Harmful nur funktioniert, wenn alle alles geben..“, sagt Aren auf eurer Homepage. Jetzt spielt Flo Weber auch noch bei den Sportfreunden Stiller, die dieses Jahr ebenfalls ein neues Album veröffentlicht. Wie sieht es damit der 100% Hingabe aus?

Die Aussage ist nach wie vor richtig. Es ist aber nicht wichtig, ob jemand bei Harmful einen 24/7 Fulltime Job macht. Wir sind da heutzutage eher sehr effizient, was die Aufgaben betrifft. Flo hat die Sportfreunde, Aren hat Emirsian. Ich persönlich habe auch noch ein anderes Projekt, noch ohne Namen, in dem ich mich anderweitig austobe. Da sprechen wir von Koexistenzen, die einfach da sind, wichtig sind und die wir alle akzeptieren. Läge der Fokus nur auf Harmful als Band, man würde wirklich alles da rein projizieren und es würde irgendwann ungesund  – im wahrsten Sinne des Bandnamens. Mittlerweile glaube ich, dass die Sides sogar notwendig sind, weil dadurch ein ganz anderer Freiraum für Harmful entsteht. Schließlich bringt alles auch einen Einfluss zurück in die jeweils andere Sache. Wir können machen, was uns gefällt. Wenn Harmful aktiv dran ist, dann ist auch jeder zu 100% dabei. Den Kern von Harmful bilden nun mal Aren und ich und die Türen zum Proberaum lassen sich zwar schließen aber im Kopf nicht wirklich. Da ist man immer irgendwie dabei. Mit Hingabe.

Mit welchem „Killer“-Argument habt ihr es schließlich geschafft, Flo zu überzeugen?

„Das wird ganz sicher ein Top-Ten-Hit“ haben wir gesagt. Er ist drauf reingefallen.

Ist dieses Arrangement von Flo nur für das eine Album oder plant ihr jetzt schon weiter in die Zukunft?

Wir sind dankbar dafür dass Flo ‚Sick And Tired…‘ mit uns gemacht hat und wie man hören kann ist es etwas Wundervolles geworden. Bislang erstreckt sich die weitere Zusammenarbeit aber erst mal auf das Album und die kommende Tour. Was darüber hinaus folgt wissen wir noch nicht. Kommt wohl auch auf den Termin Kalender an.

Wie hoch ist eigentlich der Anteil von Flo auf „Sick and Tired of Being Sick and Tired“? 

Die Idee für dieses Album war von Anfang an klar. Einfach, schnell und unkompliziert. Aus dem Bauch raus. Das hatten wir auch zuvor, mit der Erfahrung von ‚Cause‘, besprochen und uns gewünscht so umzusetzen. Alles andere hat für uns als nächsten Schritt keinen Sinn gemacht. Mit Flo hat das wunderbar geklappt. Er ist auf alles eingegangen, in seinem und in unserem Sinne und konnte das dann auch sofort umsetzen. Er selbst ist ja auch Songwriter. Insofern kann man sagen dass ohne ihn das alles natürlich nicht so schnell gegangen wäre. Aren und ich sind seit Jahren sehr aufeinander eingespielt und da war es sehr schön jemanden zu haben der dieses Tempo mitmachen konnte ohne dabei an Kreativität, Energie und Überblick zu verlieren. Die Riffs und Licks kommen natürlich hauptsächlich aus Aren’s und meiner Feder. Arrangiert haben wir das alles zusammen. Flo ist davon abgesehen sehr Gesangs-orientiert was auch ein schöner neuer Aspekt in der Zusammenarbeit war. Demnach hat Flo sich sehr gut eingefügt und wir haben ihm auch den Raum komplett frei gelassen. Den hat er erstklassig für sich, für Harmful und für das Album genutzt.

Welches ist dein Lieblingsstück auf „Sick and Tired of Being Sick and Tired „, und warum?

Ich lege mich ungerne auf ein Stück fest, aber wenn es eines sein soll dann würde ich ‚Ambition‘ nehmen. Es war das zweite Stück, das wir zusammen gemacht haben. Es hat sofort funktioniert und mir hat es sehr gefallen Flo dabei zuzusehen, wie er den Enthusiasmus und den Ehrgeiz entwickelt hat. Ich denke, danach war das Eis gebrochen und der Rest ist dann wirklich schön geflutscht.

Eure Wurzeln liegen ganz klar im Noise-Brachial-Rock, den ihr über die Jahre immer mehr verfeinert habt. Bands wie Unsane, Prong oder Helmet werden mit Harmful immer in Verbindung gebracht. Wie sieht es eigentlich mit dem „Nachwuchs“ in diesem Genre aus? Schaut ihr euch da auch ein wenig um, gibt es Bands, die man empfehlen kann oder ist Noise-Rock nur noch etwas für Herrn Ü30?

Definitiv ist Noise-Rock altersunabhängige Musik. Da geht es viel mehr um die gnadenlose und kompromisslose Energie. Bei anderen Musikrichtungen gibt es die sicherlich auch, keine Frage. Für mich persönlich ist es aber nach wie vor so wenn Bands wie Unsane oder Prong gespielt werden, dass mich das unheimlich pushed. Es gibt mir Kraft, weil es so unbändig daher kommt und mich gefangen nimmt. Vielleicht ist es das, das heute alles etwas mehr auf Sicherheit beruht, sowohl Songs als auch Sound von Bands. Es gibt aber auch einen schmalen Grat zwischen Noise und Krach. Es ist sehr schwer zu beschreiben was das genau ist aber ich denke, es ist auch die Art und Weise wie die Musik arrangiert und gespielt ist. Und das ist alte Schule. Drei, vier Mann, die Dich einfach wegblasen wollen aus tiefstem Wunsch heraus. Nicht um Rockstars zu werden, sondern um die Energie und Elektrizität zu was Lebendigem werden zu lassen. Bei den Bands von heute geht es dabei aber sehr viel mehr um Style und der Sound ist oft auch zu perfekt aufgrund der heutigen technischen Möglichkeiten. Das stört mich ein wenig, da sich dadurch die Bands wenig unterscheiden. Früher waren diese Bands und diese Art von Musik nicht wirklich Salonfähig, das ist heute auch anders. Ich schaue und höre mich nach wie vor um, weil ich einfach sehr neugierig bin. Außerdem ist Musik Hauptbestandteil in meinem Alltag, ich höre mir jeden Tag zig Bands und Künstler an. Alte und neue Sachen. Ich würde allen definitiv die schon genannten Bands an’s Herz legen. Ein Muss. Prong haben aktuell ein klasse Album abgeliefert und Unsane scheinen auch wieder ein gutes Album gemacht zu haben. Ich hab nur ein paar Songs gehört. Sonst gefallen mir momentan auch sehr Baroness, Trail Of Dead und die neue Deftones. Mal wieder Riffs und Power, wie es sie schon lange nicht mehr gab.

Aren und du kennt euch schon mehr als 20 Jahren. Was sind seine Stärken und Schwächen? Eigentlich müsste ich diese Frage auch an Aren schicken und das gleiche über dich fragen 😉

Aren hat ohne Ende Power und Ideen und wenn er von etwas überzeugt ist dann zieht er dieses Ding auch durch. Stellenweise damit verbunden ist aber auch eine gewisse Ungeduld. Außerdem hat er ein gutes Gespür für Dinge, die funktionieren und nicht funktionieren. Abgesehen davon ist er ein klasse Songwriter. Wir sind mittlerweile schon so lange befreundet und haben Höhen und Tiefen durchgemacht, dass wir jetzt an einem Punkt sind, an dem wir uns nichts mehr vormachen müssen.

Ihr werdet im März auf große Tournee gehen. Auf welche Städte freust du dich besonders?

Ich bin natürlich wie immer auf meine Heimatstadt Frankfurt gespannt. Dorthin kommen viele Freunde und Bekannte. Oder auch nicht. Dann gibt’s aber Ärger. Ich freue mich sehr auf München und auch Hamburg und Bremen. Dort haben wir in den letzten Jahren immer mehr Freunde gewonnen und die kommen auch immer wieder zu den Shows. So be it!

Letzte Frage: Nenne drei Wörter, die die neue Platte letztendlich am besten beschreiben.

Roh, ungeschliffen, wertvoll!

Info: www.harmfulweb.de

(Markus Tils)