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Schmutzki: „Wir gehören zusammen – Wir sind Schmutzki!“

Nach ihrer ersten EP „Mob“ von 2014, haben die Stuttgarter Punkrocker Schmutzki  mit „BÄM“ ihr Debütalbum veröffentlicht. Das Trio hat seine ganz eigene Version von kontemporärem deutschen Punkrock und haben überall da gespielt, wo man sie gelassen hat. Unter anderem im Vorprogramm der Beatsteaks, Bad Religion und WIZO, aber auch auf ihrer Solo-Tour und vergangenes Wochenende bei Rock am Ring und Rock im Park sowie auf etlichen weiteren Festivals des Sommers. Ein E-Mail Interview mit Bassist Dany.
Schmutzki-01-Photo-Florian-Fischer

Hallo Dany! Gratulation zum Album. Es scheint, der Titel des Albums ist Programm!

Ja, und das in vielerlei Hinsicht. ‚Bäm‘ ist unser Debüt, unser erster großer Schuss. Klar hoffen wir, dass es für uns mit dieser Platte richtig knallt und Schmutzki ganz viele Leute erreichen kann. ‚Bäm‘ steht aber natürlich auch für unsere Musik: Möglichst simpel und auf den Punk(t). So hart wie nötig und so eingängig wie möglich. ‚Bäm‘ heisst aber auch: Augen zu und durch. Keine Angst vorm Scheitern. Und wenn doch, dann mit einem Knall!

Letzte Woche als Support von Bad Religion und das Wochenende bei Rock am Ring/Rock im Park gespielt. Eigentlich sind diese Tage doch gar nicht mehr zu toppen, oder?

Nein, nicht zu toppen. Wir können es selbst kaum fassen. Vor anderthalb Jahren waren wir glücklich, wenn wir ein Konzert im Juze vor 20 Leuten bekommen haben. Für jedes dieser Konzerte 2015 hätten wir uns damals die Nase brechen lassen. Und jetzt dieses Programm! Wir sind einfach nur super dankbar, dass wir das alles erleben dürfen. Von uns aus kann es so weiter gehen, haha!

Ihr seid bei RaR und RiP auch auf die Campingplätze gegangen und habt das ein oder andere Bier verteilt und auch kurz gespielt. Wie seid ihr auf diese Idee gekommen?

Einerseits ist das für eine recht unbekannte Band wie uns eine gute Möglichkeit noch den ein oder anderen vor die Bühne zu bringen. Ist ja nicht gesagt, dass um 12:30 bei 35 Grad im Schatten wirklich jemand kommt. Auf der anderen Seite waren und sind wir ja selbst Festival-Freaks und genießen es einfach mit den Leuten auf dem Campingplatz abzuhängen. Wir wollen auch als Band ganz nah bei den Leuten sein und ihnen zeigen: Wir gehören zusammen – Wir sind Schmutzki!

Schmutzki_B_m_Cover

Ihr werdet diese Aktion auch auf anderen Festivals sicherlich wiederholen. Mit was können euch eure Fans eine Freude machen, wenn sie auf euch treffen?

Unser Plan ist, das den ganzen Sommer über zu machen. Erstmal freuen wir uns einfach, wenn jemand kommt und mit uns feiert. Aber je mehr wir sind, umso größer der Spass. Es ist einfach geil mit einer Gang von 300 Leuten auf dem Zeltplatz herumzuziehen. Wer uns also eine Freude machen will, bringt einfach seine Freunde, schreit unsere Lieder mit und schnappt sich anschliessend einen Packen Aufkleber und tackert damit das Festival zu.

Seid ihr auch privat gerne auf Festivals unterwegs mit allem was dazu gehört? Auf welches Festival freut ihr euch noch am meisten?

Wie schon gesagt: Festivals waren immer ein fester Bestandteil unserer Sommer. Eskalation inklusive. Standardmäßig wurde jedes Jahr das Southside verwüstet, gerne auch das Mini Rock bei Herrenberg. Und natürlich Rock am See in unserer alten Heimat Konstanz. Rein zufällig spielen wir dieses Jahr bei allen dreien. Besser geht’s nicht!

Wenn man jedes Wochenende nun unterwegs ist, stellt sich die Frage, was machen Schmutzki in der Woche? 😉

Bis vor kurzem haben wir alle noch gearbeitet. Im Zuge des Release unseres Albums wurde es dann aber doch zu viel und wir wollten uns komplett auf Schmutzki konzentrieren. Also haben wir unsere Jobs weitgehend hingeschmissen. Da wir Videos, Artwork und Facebook&Co und komplett selbst machen gibt es auch unter der Woche einiges zu tun. Außerdem schreiben wir auch schon wieder neue Songs und wollen am liebsten gleich das nächste Album aufnehmen. Langweilig ist es uns zurzeit auf jeden Fall nicht!

Musikalisch werdet ihr bereits zwischen Kraftklub und Jennifer Rostock angesiedelt. Könnt ihr damit leben und hinkt der Vergleich doch arg?

Och, das geht schon okay. Das sind beides Bands, die in den letzten Jahren wirklich gut Alarm für deutsche Rockmucke gemacht haben und uns damit sicherlich ein paar Türen geöffnet haben. Auf der anderen Seite halten wir Schmutzki für eigenständig genug, dass man keine Angst vor solchen Vergleichen haben muss. Im Gegenteil: Viele Leute kommen zu unseren Konzerten und sagen uns, dass wir neben oben genannten ihre Lieblinge sind. Wir finden das sehr schmeichelhaft!

Eurer Opener heißt „Meine Party“. Wie sieht die perfekte Party für euch aus?

Ein Haufen alter Freunde und ein paar neue. Ein Berg Bier und keine Cola. Ein plärrender Ghettoblaster und verkratzte CDs. Und kurz vor Schluss kommt die Polizei. Wir haben die perfekte Party in unserem Video „Diskodiktatur“ festgehalten, falls jemand eine Anleitung braucht. Das Ganze ist damals in der Stuttgarter WG entstanden, wo wir (fast) alle gewohnt haben. Das waren die besten Partys der Stadt. Daraus ist Schmutzki entstanden.

Wie seid ihr eigentlich auf den Bandnamen „Schmutzki“ gekommen?

Unser Sänger Beat heisst Schmutz mit Nachnamen. Für einen Punkrocker gibt es wohl keinen besseren Namen. Damals dachte ich, man muss das irgendwie verwenden, wenn der Kerl schon so geil heisst. Zu der Zeit habe ich auch ziemlich gerne die alten Schimanski Tatorte geschaut, weil der Typ so ein geiler Asi ist. Das fand ich passend für die Musik, die wir damals angefangen haben zu machen: Dreckig, versoffen und irgendwie witzig. Schmutzki eben.

Wenn ich mir den Song „Kunst der Verdrängung“ anhöre, denke ich sofort an „Bruttosozialprodukt“ von Geier Sturzflug. Wie sehr hat euch die NDW musikalisch beeinflusst?

Komischerweise haben wir uns nie so richtig vorgenommen uns von NDW beeinflussen zu lassen. Es kamen aber immer wieder Menschen und haben gesagt: „Geil das hört sich an wie XY!“ Teilweise kannten wir die Bands aber gar nicht – war ja auch nicht so richtig unsere Zeit. Wir haben dann angefangen die Sachen „nachzuhören“ und gemerkt, dass da schon viel von dem Vibe auch in Schmutzki steckt und haben angefangen das irgendwie zu kultivieren. Vielleicht können wir Deutschen das einfach ganz gut: Hippelige Musik ohne Grove und Sänger mit Spacko-Syndrom.

Im Herbst folgt die Headliner Tour. Wie wird es danach mit Schmutzki weitergehen? Habt ihr schon irgendwelche weiteren Pläne?

Danach die nächste Tour, das nächste Album, die nächsten Festivals usw. In der Hoffnung, dass wir nie wieder etwas Vernünftiges arbeiten müssen!

Danke für das Interview. Die letzten Worte gehören dir….

Vielen Dank zurück und einen Gruß an die Leute da draußen die wir diesen Sommer bei den Festivals treffen werden. Macht euch schon mal warm – Ihr seid Schmutzki!

Info: www.schmutzki.de

 

SCHMUTZKI – GEWINNSPIEL!

Wir verlosen 3 Schmutzki T-Shirts samt Feuerzeug und Sticker! Was ihr tun müsst? Beantwortet folgende Frage:

Aus welcher Stadt kommen Schmutzki?

Die Antwort schickt ihr bis zum 28.06.2015 an gewinnspiel@smash-mag.com Betreff „Schmutzki“

Name und Anschrift natürlich nicht vergessen!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!