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KATY PERRY: Die Bubble-Pop-Glitzerwelt Party

(20.06.09, Palladium, Köln) Jung, erfolgreich sexy! Mit ihrem Album „One of the Boys“ schaffte die Pastoren Tochter aus Kalifornien den weltweiten Durchbruch. Ihre Hits rotieren im Radio und ihr Auftreten in der Öffentlichkeit katapultiert sie binnen weniger Monate zu einer Stil-Ikone. Zwischen ihren Auftritten beim Hurricane und Southside ist in Köln Zeit für das einzige Deutschland Konzert.

Das Palladium an der Schanzenstrasse ist – leicht verwunderlich- nicht ausverkauft. Dass der Anteil der weiblichen Fans bei 90 % liegt, verwundert nicht, aber die Tatsache, dass viele Eltern mit ihren Kindern plötzlich vor einem stehen, haut einen um. Mädchen im Alter von 9 bis 14 tummeln sich neben ihren Eltern im Foyer. Diese Beschweren sich, dass es keinen Kinderbereich gibt, da die Kleinen nichts sehen würden.  Ein Konzert ist eben kein Kindergeburtstag, muss man an dieser Stelle deutlich sagen. Geschweige von der Lautstärke die auf einem Konzert herrscht muss man sich wirklich fragen, was in den Köpfen der Eltern vorgeht, die ihre Kinder ohne Lärmschutz dieser Belastung aussetzen?

Vor der Bühne gibt es aber auch noch „normale“ Fans im „normalen“ Alter, die kein Fangen zwischen den Umbaupausen der zwei Supports spielen. Zum einen ist es Ladyhawke, die an diesem Abend wirklich überzeugt und deutlich besser, als damals in der Kölner Werkstatt ist. Nur wenige können jedoch was mit „Back Of The Van“ oder „Magic“ wirklich anfangen. The Asteroids Galaxy Tour  (die heißen wirklich so) spielen orchestralen Pop mit einer elfenhaften Frontfrau. Musikalisch vielseitig, aber deutlich eine Spur besinnlicher als Ladyhawke oder die darauf folgende Katy Perry.

Erst gegen 22 Uhr springt zwischen weißem Gartenzaun und rosafarbenen Flamingos Katy Perry hervor. In einem blumenbemusterten Badeanzug im Stile der 50er Jahre startet die Bubble-Pop-Glitzerwelt Party. Katy scheint völlig ausgelassen zu sein, hüpft und tanzt dabei freudig über die Bühne – mal ohne, mal mit Gitarre. Von Beginn an reißt sie das Publikum mit ihrem Gesten an sich. Mit „Hot n Cold“ erklingt der erste große Hit des Abends und Perry rockt die Bühne. Die 24jährige hat Power und das zeigt sie an diesem Abend. Souverän und unterhaltsam wird „Waking Up in Vegas”, „Thinking of You” und “One of the Boys” performt. Das Publikum singt und feiert tatkräftig mit und als ein Postbote die rosa Plastikwelt betritt wird kurzerhand „Mr. Postman“ von den Carpenters gespielt. Katy Perry zieht bestimmt nicht alle Register an diesem Abend, aber es reicht völlig aus, die gut 3500 Fans im Palladium mit ihrer Fröhlichkeit und ausgelassenen Stimmung anzustecken. Als Zugabe erklingt der Queen Klassiker „Don’t Stop Me Now“, dem der #1- Überhit „I Kissed A Girl“ folgt und das 75-Minütige Gastspiel beendet.

Info: www.katyperry.com

(Markus Tils)