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Neuroticfish live in Krefeld

Neuroticfish

(26.09.2014, Krefeld, Kulturfabrik) Das Vorhaben die Kufa abzureißen ist den Herren von Neuroticfish gelungen. Musikalisch und stimmungsmäßig jedenfalls, denn das Gebäude steht noch und der Putz bleibt an den Wänden. Doch bevor sich Neuroticfish auf der Bühne blicken lassen ist ein anderes Duo an der Reihe, um die Leute auf Betriebstemperatur zu bringen. X- Divide treffen mit synthetischer Tanzbarkeit den Nerv der Zuschauer. Mit ihrem schwungvollen Synthiepop haben es die Kölner nicht schwer die Füße der Anwesenden in Tanzstimmung zu bringen, wenn Songs wie „Sympathy“ oder „Forever“ auf der Liste stehen.

Das Klima in der Kufa ist gut vorgeheizt, Neuroticfish müssen das Publikum nur übernehmen. Mittlerweile hat sich der kleinere Raum der Location gut gefüllt. Die Plätze in der ersten Reihe sind sehr begehrt und werden gut gesichert. Kein Wunder, denn die Fans haben Nachholbedarf. Nachdem sich das Bochumer Future- Pop Projekt 2008 aufgelöst hat, war es bis vor zwei Jahren still bei Neuroticfish.

Das Widersehen wird gefeiert! Nicht jeder Fan des Duos hatte nach dem Neustart schon die Gelegenheit ein Konzert der Band zu besuchen. Henning Verlage steht als erster auf der vernebelten Bühne und bringt die elektronischen Geräte in Gang. Sein Arbeitsplatz ist im hinteren Teil aufgebaut, so bleibt Frontmann Sascha genügend Raum, um tänzelnd von links nach rechts zu flanieren. Das Publikum schließt sich dem Vergnügen unverzüglich an und die Freude ist auf beiden Seiten nicht zu übersehen und ebenfalls nicht zu überhören.

Auf die angesammelten Lieblingsstücke muss heute niemand verzichten. Alles was Rang und Namen hat steht auf der Setlist. Wie etwa: „Former Me“, „Bomb“ oder „Behaviour“. Die Stimmung steigert sich von Minute zu Minute und lässt die verschwitzten Gesichter im Neonlicht glücklich strahlen.

Zwischen  dem vorhandenen Material gibt es auch Kostproben der ersten neuen Stücke. Das es gefällt wird von den Fans tanzend und mit lautstarkem Applaus quittiert. Doch gefühlt siegen am Ende „Velocity“ und „Wake Me Up“ . Diese zwei Songs setzen dem Abend die synthetische Krone auf. Keine Kehle bleibt mehr ruhig und kein Körper still bis die helle Beleuchtung wieder angeht und so den finalen Schlussstrich zieht.

Das Bochumer Future-Pop-Projekt Neuroticfish fotografiert von Martina Peitz.

Info: www.facebook.com/OfficialNeuroticfish