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PENNYWISE live in Düsseldorf

PENNYWISE

(23.06.2016, Düsseldorf, Zakk) Es war verdammt heiß an diesem Donnerstag! Die Halle des Zakk war bereits solide gefüllt, als Siberian Meat Grinder, aus Moskau die Bühne enterten. Kein Wunder, schließlich war es draußen wärmer als in der Halle. „Crossover Trash“ lautet der Stil der Band. Dementsprechend motiviert überzeigen sie mit ihrem energiegeladenen kurzen Set. Etwas befremdlich wirkten bei dem Auftritt die komischen Masken, die die beiden Frontmänner tragen. Aber irgendwie muss man ja auffallen.

Als krassen Gegenpart dazu kann der darauf folgende Auftritt von Good Riddance bezeichnet werden. Die Kalifornier waren nach etlichen Jahren mal wieder in Deutschland auf Tour. Neben vielen einzelnen Headliner-Shows, war dieser Abend als Support von Pennywise schon was Besonderes. Nicht wenige im Publikum waren nur wegen Good Riddance nach Düsseldorf gefahren. Demensprechend war die Stimmung und die Erwartungshaltung ziemlich gut. Die Kalifornier dürften ihre Melange aus Rock, Punk und Hardcore einem homogenen Punkrock Publikum präsentieren, dass jeden Song abfeierte. Das die Herrschaften nicht mehr die jüngsten sind, störte nicht. Bei den steigenden Temperaturen im Saal musste des Öfteren mal tief geschnauft werden.

Nach der Umbaupause fing die Menge gleich an zu brodeln. Pennywise betraten die Bühne. Lass mich nicht Lügen, aber vom aktuellen Album „Yesterday“ wurde kein einziger Song gespielt, geschweige denn vom Album, wo Ignite Sänger Zoli Teglas „aushalf“. Somit besonnen sich Pennywise auf Klassiker ihrer mittlerweile 28-jährigen Bandhistory. Viele Songs stammten natürlich vom Album „About Time“: Der Opener „Peaceful Day“, „Perfect People“ oder „Same Old Story“. Emotionale Höhepunkte waren „Fuck Authority”, „Straight Ahead“ und das Abschließende „Bro Hymn“. Während des Konzertes ließ es sich Frontmann Jim Lindberg nicht nehmen seinen Schabernack mit dem Publikum zu machen. Es fiel eh auf, dass die Band doch relativ viel Quatschte und sich der Abend relativ in die Länge zog. Mittendrin fing die Band auch noch Covers von Bad Religion, Minor Threat und den Beastie Boys zuspielen und wem es im Saal zu heiß wurde, der suchte Abkühlung im angrenzenden Biergarten. Am Ende des Abends gab es auf jeden Fall nur zufriedenen Gesichter, die sich über das aufkommende Gewitter und die Prise Wind freuten.

Und das Gorilla-Konzert vor dem Zakk von der Band, deren Namen sich bestimmt keiner merkte, war dann auch noch ganz nett, auch wenn es für reichlich Verkehrschaos sorgte.

Info: pennywisdom.com | grpunk.com | facebook.com/siberianmeatgrinder