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The Beauty Of Gemina live in Bochum

(29.09.2016, Bochum, Matrix) Wenn sich die Schweizer von The Beauty Of Gemina auf den Weg in das Nachbarland Deutschland begeben, ist es eine Selbstverständlichkeit, auch einen Termin in Bochum mit ein zu bauen. Schließlich heißt der Grund ihrer Reise „Minor Sun“ das siebente Album der Musiker mit Faible für Düsterklang. Das Konzert im Matrix ist nicht nur ein Termin im Tourplan der Band, sondern der Eröffnungsgig der Tour. Da man sich auf das Bochumer Publikum verlassen kann, ist auch heute der alte Rockpalast-Club des Hauses gut gefüllt.

Bevor Michael Sele mit seiner Band die Leute zum tanzen bringt, glühen die Besucher mit Saigon Blue Rain düster, verträumt vor. Das 2012 in Paris gegründete Duo wird live von einem zusätzlichen Mann am Bass unterstützt. Die Gitarren von Saigon Blue Rain bewegen sich in Wave- Manier. Zum kalten Klang der Gitarren schmeichelt die weich, rauchige Stimme von Sängerin Ophelia Lecomte. 45 Minuten bekommen die Franzosen für ihren Auftritt, bei dem sie die dunklen Herzen der Zuschauer im Slowmotion- Takt mit Songs aus ihren zwei Alben erobern.

Dann verdunkelt es sich erneut im Bochumer Club und nicht nur weil die Scheinwerfer von grell auf gedämpft dimmen. Mit einem neuen Stück beginnt das Wiedersehen mit The Beauty Of Gemina. In den ersten Reihen stehen die Fans dicht an dicht unmittelbar an der Bühne und steigen mit „End“ tanzend in den Abend. Die rote Gitarre mit Totenkopf-Design von Michaele Sele leuchtet kontrastreich zum dunkeln Sound.

Der erste Abschnitt des Konzertes gehört einigen neuen Liedern von „Minor Sun“, doch The Beauty Of Gemina wissen nach zehnjährigem Bandbestehen was den Fans unter der Tanzsohle brennt. Als sich die Saiten von „Hunters“ durch den Nebel sägen, bewegen sich die Leute im Wiegeschritt zum Takt. Mit „Suicide Landscape“ geht es im Sog kalter Melancholie weiter. Gefühlvolle und harte Sounds liegen bei The Beauty Of Gemina immer nah beieinander. Die gut gemischte Setlist aus Vergangenheit und Gegenwart lässt keinen Wunsch offen. Frontmann Michael legt seine Gitarre dabei nur selten aus der Hand, um nur als Sänger zu agieren und eine Runde durch den Saal zu laufen, oder seine Finger über die Tasten gleiten zu lassen.

Die Fans des Quartetts bekommen von der spielfreudigen und gut gelaunten Band alles geboten. Nach jedem Stück heimsen sich die Musiker dafür die dazugehörige Portion Applaus ein. Mit „The Lonesome Death Of A Goth DJ“ krempeln die Vier die Location noch einmal ordentlich um. Anschließend beruhigen sich die Ohren bei „This Time“ ein wenig, doch der bewegungsfreundliche Rhythmus bleibt bestehen und führt die Anwesenden zufrieden in die Nacht.

Info: www.thebeautyofgemina.com / www.facebook.com/SBRofficial