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LAGWAGON: Hang

LAGWAGON: Hang

(Fat Wreck / Edel) Prinzipiell wird man ja mit zunehmendem Alter ruhiger. Lagwagon hingegen beweisen mit ihrem neuen Album „Hang“ uns das Gegenteilige. Neun lange Jahre mussten Fans auf neues Material der Melodic Punk Heroen warten. Zwar tourten Lagwagon hin und wieder, aber neues Materials gab es nur bei Joey Capes Nebenprojekten Me First and the Gimme Gimmes oder Bad Astronaut.

„Ich schreibe die ganze Zeit“, sagt Cape, „aber meistens passt es nicht zu Lagwagon. Die Form der Band ändert sich ständig. Manchmal dauert es ein Jahrzehnt, bis alle Sterne ihren Platz gefunden haben! „

Joe Cape und seine Mitstreiter treffen mit „Hang“ auf jeden Fall musikalisch sicher ins Schwarze. Dabei klingen die Songs dunkler und härter als wie auf den bisherigen sieben Alben zuvor. Lagwagon verarbeiten in ihren Texten Themen wie Verlust, Verrat, Altwerden, die Umwelt und die Not des kleinen Mannes. Und es scheint, dass die Welt in den letzten zehn Jahren nicht besser geworden ist. Dem im Juli 2012 verstorbenen No Use For A Name Sänger und langjährigen Wegbegleiter Tony Sly ist der Song „One More Song“ gewidmet, der das damals freundschaftliche Verhältnis dieser Punkrock-Heroen noch einmal dick unterstreicht. Das Lagwagon-typische „Reign“, die straighte Rocknummer „Cog In The Machine“ oder das auf den Punkt bringende „Poison In The Well“ sind nur drei von insgesamt 12 Argumenten, warum „Hang“ eine uneingeschränkte Empfehlung ist. Letztendlich hat „Hang“ die fast schon astronomisch großen Erwartungen übertroffen und macht richtig viel Spaß.

10 Stars (10 / 10)

Info: www.lagwagon.com