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Koria Kitten Riot: Songs Of Hope And Science

(Vild/ Cargo) Antti Reikko war früher eher so der Einzelgänger und Alleinunterhalter. Sein Projekt Koria Kitten Riot gefiel sich in akustischer Schlafzimmerverspultheit. Doch seit einiger Zeit ist da ein Wir-Gefühl, das Projekt wurde zur Band und dementsprechend änderte sich der Sound. Die Stücke auf „Songs Of Hope And Science“ bilden eine Schnittmenge aus Optimismus und Melancholie, gehen dezent nach vorne, sind aber gleichzeitig auch verhuscht. Dabei herrscht eine bewusste Einfachheit, die Songs tragen wenige Geheimnisse mit sich herum, gefallen aber unumwunden mit feinen Melodien, die gerade durch eine fehlende Verschachtelung oder Kompliziertheit schnell zu gefallen wissen. Und bei Koria Kitten Riot wirken selbst Statements wie „You can say what you whant/ but the truth is/that the earth will spin around“ wie einfache Wahrheiten, die jedoch nicht substanzlos sind. Die Finnen schaffen es, trotz Wehmut eine gewisse Lockerheit zu etablieren, wie im beschwingten „The Laughing Man“. Oft stehen einfache Meldodiefolgen im Mittelpunkt, Einfachheit ist das bevorzugte Stilmittel, man vermisst aber auch nichts. Das sind Lieder ohne Fassade und Doppeldeutigkeit, das Herz auf der Zunge, Gitarre, Schlagzeug, Bass, manchmal ein Keyboard. Dass man damit berührende Musik erschaffen kann, ist eine alte Gewissheit, hier wird sie wieder zum Leben erweckt.

7.0 Stars (7,0 / 10)

Info: www.facebook.com/koriakittenriot