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TURBOBIER: Das Neue Festament

TURBOBIER: Das Neue Festament

(Pogo’s Empire /Broken Silence/Hoanzl) Österreich, geprägt durch hohe Berge, klaren Flüsse und endlos langen Wiesen verleihen dem Land einen besonderen Charme. Bla Bla Bla! Das klingt ja fast schon wie aus einem Reiseführer. Kommen wir doch gleich zur Sache!

Wien, genauer gesagt der 11. Wiener Gemeindebezirk Simmering. Ein Stadtteil, der geprägt ist als klassischer Arbeiter- und Industriebezirk und als Standort des größten Friedhofs Österreichs bekannt. Das ist die Heimat von TURBOBIER, die seit dem Erscheinen ihres Debütalbums „Irokesentango“ die österreichische Punkrock-Szene fest im Griff haben. Nicht nur das: Politisch motiviert haben TURBOBIER mit „Mut zur Dichtheit“ gleich auch die passende Partei – DIE BIERPARTEI – gegründet. Hierzulande sind die Amadeus Austrian Music Award Gewinner von 2016 eher noch als Geheimtipp unterwegs, was sich aber mit dem neusten Meisterwerk „Das Neue Festament“ bestimmt ändern wird. In der Alpenrepublik sprang das Album gleich auf Platz 1 der Albumcharts und verdrängte die Wiener Philharmoniker mit deren Aufnahme des diesjährigen Neujahrskonzerts. Auch wenn Sänger Marco Pogo ausschließlich in breitem Wiener Dialekt singt, die pikanten Botschaften nach dem Sinn des Lebens versteht man sofort. Mit melodischen Punkrock Krachern wie „Verliebt in einen Kiwara“, „Die heilige Bierbel“ , „Fettsein ist ein Menschenrecht“ oder der Ballade „A Mensch is A Mensch“ feuern sie einen Hit nach dem anderen raus. All das macht „Das Neue Festament“ zu einem kurzweiligen und fraglos energetischen Album, das dank dem Wiener Schmäh eine beachtliche Portion Ironie und Humor an den Tag legt.

8 Stars (8 / 10)

Info: www.turbobier.at